Generalversammlung ASTAG OFL: Durch fairen Wettbewerb, sicher ans Ziel!

Wirtschaft
29.03.23
Autor/in: Simone Zuberbühler
Die Generalversammlung der ASTAG Sektion Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein ist der Treffpunkt der Transportbranche. Martin Lörtscher wurde zum Ehrenmitglied ernannt, den statutarischen Geschäften unisono zugestimmt und an der Podiumsdiskussion politisch philosophiert: Kurzum die Generalversammlung unterstrich, dass die Transportbranche eine wertvolle Lebensader der Ostschweiz ist.

Ende März trafen sich die Mitglieder der ASTAG Sektion Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein mit Gästen aus Politik zur alljährlichen Generalversammlung in Herisau. Die Mitglieder stimmten den statutarischen Geschäften zu. Dölf Biasotto, Landammann des Kantons Appenzell Ausserrhoden und Max Eugster, Gemeindepräsident von Herisau, überbrachten die Grussworte von Kanton und Gemeinde. Beide unterstrichen die Bedeutung des Strassentransports und die damit verbundene Infrastruktur für ihren Kanton. Der Lastwagen stelle die einzige Möglichkeit dar, den Kanton zu versorgen bzw. Güter, welche in den beiden Appenzell produziert werden, an ihre Bestimmungsorte zu bringen.

Erfolgsmeldungen auf nationaler Ebene

Reto Jaussi, Direktor der ASTAG, zeigte die Herausforderungen und Erfolge der ASTAG auf politischer Ebene in den letzten Monaten auf. Es lohnt sich konstruktiv mit der Politik zusammen zu arbeiten. So wurde beispielsweise bei der technischen Weiterentwicklung der LSVA III mit Erfolg verhindert, dass die Bemessung der Anhängergesamtgewichts auf eine Achszahlbemessung umgestellt wird. Diese politischen Erfolge sind mit starkem Engagement und unermüdlichem Einsatz verbunden, teilweise auch hinter verschlossenen Türen. Die ASTAG muss als kompetenter Partner gegenüber der Politik auftreten. Nur so wird die Mitarbeit als sachlich wahrgenommen. Dieses Vorgehen erweist sich auf die Dauer als erfolgreicher als laut zu poltern. Die ASTAG prüft zurzeit die Einführung eines Berufsbildungsfonds, der die Mitglieder wohl etwas kostet, aber der Ausbildung zu Gute kommt. Man setzt sich für faire und attraktive Arbeitsbedingungen ein und wehrt sich gegen die Chauffeur-Initiative, da diese ein falsches und vor allem schlechtes Bild der Branche übermittelt.

Neues Ehrenmitglied Martin Lörtscher

Dreizehn Jahre hat sich Martin Lörtscher mit viel Herzblut für die Belange der Nutzfahrzeugbranche in der Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein stark gemacht. 13 Jahre im Vorstand und davon sieben Jahre als Präsident der Sektion. Die Generalversammlung ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Als Präsident der ASTAG Sektion Ostschweiz/FL engagierte sich Martin Lörtscher auch auf politischer Ebenen für gute Rahmenbedingungen der Branche. So legte er immer grossen Wert darauf, dass «seine» Sektion auf dem politischen Parket aktiver wird und von der Politik und anderen Verbänden als verlässlicher und kompetenter Partner wahrgenommen wird. Dies bedingte eine aktive Teilnahme an unzähligen Anlässen, die Mitarbeit in Arbeitsgruppen und an Vernehmlassungen. Weiter konnte 2018 unter Martin Lörtschers Leitung mit den Sozialpartnern ein für das gesamte Sektionsgebiet gültiges Lohnregulativ ausgehandelt und in Kraft gesetzt werden.

Podiumsdiskussion: Nur gemeinsam sind wir stark!

Auf dem Podium diskutierten der St.Galler Regierungsrat Marc Mächler mit seinem Ausserrhoder Kollegen Yves Noël Balmer sowie Roland Ledergerber, Präsident Innovationspark Ostschweiz und ASTAG-Vizepräsident Christian Sieber über das Thema «Hotspot Ostschweiz». Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Ostschweiz grundsätzlich gute Rahmenbedingungen bietet, viele Arbeitsplätze geschaffen werden und grosses Potenzial habe. Für Roland Ledergerber gehört die Metropolitan-Region Ostschweiz zu den innovativsten Regionen in Europa. Für eine florierende Wirtschaft brauche es neben Fachkräften aber auch eine gute Verkehrsinfrastruktur.. Um Verständnis für unsere Bedürfnisse zu schaffen, müsse man gemeinsam am selben Strick ziehen und sich in Bern immer wieder bemerkbar machen, sagte ASTAG-Vizepräsident Christian Sieber. Was ein gutes Zusammenspiel der Kantone und Druck auf Bern bewirken könne, zeige unter anderem das Projekt BTS, so Marc Mächler. Die Ostschweiz braucht Konkordanz, sonst können man nichts bewegen lautete die treffende Zusammenfassung.

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