IGKG-Mitgliederversammlung: «Volle Fahrt ins Unbekannte»

IGKG
04.05.26
Autor/in: Thomas Tannheimer
Die 23. Mitgliederversammlung der IGKG fand am 28. April 2026 im Zentrum für berufliche Weiter-bildung (ZbW) statt. Sämtliche Traktanden wurden einstimmig genehmigt. Das spannende Gastref-erat unter dem Titel «Volle Fahrt ins Unbekannte» beleuchtete den Übertritt in das Berufsleben aus neurobiologischer Sicht.

Präsident Yannik Brunner eröffnete die Versammlung der Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung St.Gallen-Appenzell-Fürstentum Liechtenstein (IGKG) erstmals in seiner neuen Funktion. Er begrüsste die 31 Teilnehmenden, davon 21 stimmberechtigte Mitglieder. Jonny Zäch, Direktor des ZbW, betonte in seinen Grussworten die wachsenden Anforderungen an die Berufsbildung im Zuge des gesellschaftlichen Wandels. Dies erfordere flexible und laufend angepasste Ausbildungsprozesse. Er dankte allen Beteiligten – insbesondere den Betrieben, dem Ausbildungspersonal, dem administrativen Team sowie dem Vorstand.

Jahresbericht und Ausblick
Die Ausbildungsverantwortliche, Regula Hasler, präsentierte den Jahresbericht 2025. Die Rückmeldungen aus den ÜK-Visitationen waren durchwegs positiv. Es konnte ein strukturierter Unterricht mit gutem Praxisbezug beobachtet werden. Neben verschiedenen Gremien- und Qualitätssicherungsaktivitäten wurde auch der Ausblick auf 2026 gegeben. Ein Dank ging an das ÜK-Koordinationsteam.

Kitty Kreienbühl von der Kursorganisation stellte die ÜK-Zahlen vor: Pro Jahrgang werden 17 Klassen beschult. Inzwischen werden alle Lernenden nach der neuen Bildungsverordnung ausgebildet. Zudem orientierte sie über die Praxisaufträge im Bereich Content Marketing und lud zu ÜK-Besuchen ein.



Finanzen
Die Jahresrechnung 2025 sowie das Budget 2026 wurden einstimmig genehmigt. Der Präsident dankte dem Vorstand, den ÜK-Leitenden, dem Team des ZbW sowie allen weiteren Beteiligten für ihren Einsatz.

Gastreferat zum Übertritt in die Berufslehre
Anthony Wernli, Dozent, Unternehmensberater und Mentor, beleuchtete in einem packenden Referat die Herausforderungen beim Lehrbeginn aus neurobiologischer Sicht. «Zum Zeitpunkt des Eintritts in die Berufsbildung wären die Jugendlichen besser bereit für den Kindergarten als für die Lehre», zitierte er den Neurowissenschaftler Lutz Jäncke. Während der Pubertät befindet sich das Gehirn im Umbau, wodurch Jugendliche zeitweise über eingeschränkte Steuerungsfähigkeiten verfügen. Vorbilder im Betrieb spielen daher eine zentrale Rolle.

Der Übergang in die Arbeitswelt bedeutet für viele einen «Kulturschock». Sicherheit, Zugehörigkeit und ein unterstützendes Umfeld sind entscheidend für eine erfolgreiche Integration. Zudem verändert sich das Lernen grundlegend: Es erfolgt kontinuierlich und praxisnah, wodurch Lernende «neu lernen zu lernen».

Zum Abschluss des Anlasses tauschten sich die Teilnehmenden beim Apéro aus und liessen die Versammlung im geselligen Rahmen ausklingen.

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