Studie: St.Galler Unternehmen zufrieden mit der HBB, steigender Bedarf, wachsende Herausforderungen

Kantonaler Gewerbeverband St.Gallen
01.04.26
Die höhere Berufsbildung (HBB) ist in der St.Galler Wirtschaft breit verankert und wird von den Unternehmen insgesamt positiv beurteilt. Eine neue Studie der Universität St.Gallen in Zusammenarbeit mit der IHK und dem KGV im Auftrag des Amtes für Berufsbildung des Kantons St.Gallen zeigt zugleich: Der Bedarf dürfte in den kommenden Jahren weiter steigen – und mit ihm die Erwartungen an Inhalte, Praxisnähe und Flexibilität.

Für die betriebliche Perspektive wurden 1’065 Unternehmen aus dem Kanton St.Gallen befragt. Die Resultate sind deutlich: Rund 70 Prozent der Betriebe zeigen sich mit dem HBB-Angebot zufrieden, nur acht Prozent sind unzufrieden. Die Unternehmen können ihren Bedarf mehrheitlich decken. Damit erhält die höhere Berufsbildung aus Sicht der Wirtschaft insgesamt ein gutes Zeugnis, und zwar über Branchen und Regionen hinweg.



Ein wichtiger Pfeiler für den Standort
Die Studie bestätigt auch die hohe arbeitsmarktliche Bedeutung der höheren Berufsbildung im Kanton St.Gallen. Für viele Unternehmen ist sie ein etablierter Weg, um Fach- und Führungskräfte gezielt weiterzuentwickeln. Gerade in einem Umfeld von Fachkräftemangel, technologischem Wandel und steigendem Anpassungsdruck bleibt die HBB ein wichtiger Standortfaktor für die Ostschweizer Wirtschaft.


Bedarf und Erwartungen wachsen
Für die kommenden fünf Jahre erwarten die meisten Unternehmen eine wachsende Bedeutung der HBB. Gefragt sind vor allem aktuelle Lerninhalte, Nähe zum Stand der Technik, zeitliche Flexibilität sowie hybride und digitale Formate. Zentral bleiben zudem ein starker Praxis- und Fachbezug, die interdisziplinäre Ausrichtung sowie individuell gestaltbare Lehrgänge.





Die Botschaft ist klar: Die höhere Berufsbildung ist im Kanton St.Gallen gut aufgestellt. Damit sie auch künftig einen starken Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts leistet, muss sie konsequent entlang der Bedürfnisse von Unternehmen und Arbeitsmarkt weiterentwickelt werden und sich optimal für die Herausforderungen der Digitalisierung, der Individualisierung und des demografischen Wandels aufstellen.


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Zur Studie

Die Studie «Regionale Perspektive zur höheren Berufsbildung im Kanton St.Gallen» wurde vom Institut für Systemisches Management und Public Governance der Universität St.Gallen in Zusammenarbeit mit der IHK St.Gallen-Appenzell erstellt. Auftraggeber war das Amt für Berufsbildung des Kantons St.Gallen. Teil der Marktanalyse war eine breit angelegte Unternehmensbefragung unter den Mitgliedern der IHK St.Gallen-Appenzell und des Kantonalen Gewerbeverbands St.Gallen. Insgesamt haben daran 1’065 Unternehmen aus dem Kanton St.Gallen mitgewirkt.


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