Deutliche JA-Parolen für WILWEST und Kantonsstrasse zum See

Kantonaler Gewerbeverband St.Gallen (KGV)
15.01.26
Autor/in: Thomas Tannheimer
Am 8. März 2026 stimmt das St.Galler Stimmvolk über zwei wegweisende Vorlagen für die wirtschaftliche Entwicklung in der Ostschweiz ab – WILWEST und die Kantonsstrasse zum See. Die Präsidentenkonferenz des Kantonalen Gewerbeverbandes St.Gallen (KGV) hat die Parolen gefasst.

JA zu WILWEST

Das Projekt WILWEST verfolgt das Ziel, im Raum Wil ein zukunftsorientiertes Wirtschaftsgebiet zu schaffen. Es soll dringend benötigte Flächen für Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen bereitstellen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts St.Gallen langfristig sichern. Gleichzeitig trägt WILWEST zur Schaffung von mehreren tausend qualifizierten Arbeitsplätzen in der Region bei. Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere durch eine direkte Anbindung an die A1 sowie leistungsfähige Lösungen für den öffentlichen Verkehr, den Langsamverkehr und den Gütertransport. Zur Kompensation der beanspruchten Landflächen sollen im Sinne der ökologisch verantwortungsvollen Planung neue Fruchtfolgeflächen geschaffen werden. Das Projekt stärkt die kantonsübergreifende Zusammenarbeit zwischen St.Gallen und Thurgau und fördert eine koordinierte Raumentwicklung. Anlässlich der Präsidentenkonferenz vom 13. Januar 2026 hat der KGV einstimmig die JA-Parole gefasst.

JA zur Kantonsstrasse zum See

Die Ortschaften Rorschach, Rorschacherberg und Goldach bilden ein bedeutendes Zentrum am Bodenseeufer mit einer grossen Bevölkerungsdichte und zahlreichen Firmen. Die Autobahnanschlüsse Meggenhus im Westen und Rheineck im Osten erschliessen die Region jedoch nur unzureichend. Der Durchgangsverkehr und die querenden Bahnlinien sorgen immer wieder für Staus und Verzögerungen. Mit dem Projekt Kantonsstrasse zum See inkl. Anschluss Witen soll diesem Umstand begegnet werden. Die Erreichbarkeit für Einwohnende, Gewerbe, Industrie, Tourismus und Dienstleistungen wird erhöht und die Ortszentren entlastet. Mit einer direkten Anbindung an die A1 können Transportwege verkürzt und Lieferketten effizienter gestaltet werden. Eine teilweise Verlegung des Strassennetzes in den Untergrund sorgt dafür, dass die Landschaft geschont und die Emissionen für die Anwohnenden minimiert werden. Insgesamt schafft das Projekt die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, Verkehrssicherheit und Lebensqualität am Bodensee und in der Ostschweiz. Der KGV empfiehlt den Stimmberechtigten deshalb, am 8. März 2026 ein «JA» in die Urne zu legen.

Unbestritten für den KGV ist der Neubau der Berufsschule Rapperswil-Jona. Eine separate Parole wurde dazu nicht gefasst – die Unterstützung ist selbstverständlich.

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