Gewerbe Stadt St.Gallen als guter Sparringpartner

Gewerbe Stadt St.Gallen
13.05.26
Autor/in: Thomas Tannheimer
Rund 170 Personen versammelten sich im Pfalzkeller zur 190. Generalversammlung von Ge-werbe Stadt St.Gallen. Sämtlichen statutarischen Geschäften wurde zugestimmt. Brigadier Marco Knechtle referierte zum sicherheitspolitischen Umfeld der Schweiz.

Gian Bazzi blickte in seinem Präsidialreferat auf ein engagiertes Verbandsjahr 2025 zurück. Im Zentrum stand die strategische Weiterentwicklung des Verbands. Um auf dem politischen Parkett wieder schlagkräftiger auftreten zu können, ist es wichtig, sich offener gegenüber unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven zu zeigen. Es gilt, den Verband als fortschrittlichen Sparringpartner zu positionieren, der gewillt ist, wirtschaftliche Freiheit, soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden. Ideologische Debatten sollten durch pragmatische und zukunftsgerichtete Lösungen ersetzt werden. Zu diesem Zweck wurden die Strategiepapiere des Verbandes überarbeitet. Zudem wurde das «Welcome-Kit» für Neumitglieder digitalisiert.

Mit Veranstaltungen wie «Gewerbe@OST» und dem «Gewerbler Z’Morge» setzte der Verband erneut auf praxisnahe Impulse und den persönlichen Austausch unter den Gewerblerinnen und Gewerblern. Auch das Engagement für eine attraktive Innenstadt wurde weitergeführt, etwa mit den erstmals durchgeführten «Pick! Shopping Days». Gewerbe Stadt St.Gallen bekräftigte zudem, sich weiterhin aktiv für unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen und eine zukunftsorientierte Entwicklung der Stadt einzusetzen.

Die statutarischen Geschäfte, insbesondere der Jahresbericht 2025, die Jahresrechnung 2025 sowie das Budget 2026, wurden von den Mitgliedern allesamt einstimmig gutgeheissen. Im Ausblick auf das Programm 2026 erwähnte Präsident Gian Bazzi speziell den Mitgliederanlass, der einen exklusiven Einblick in das neue Ostschweizer Kinderspital St.Gallen ermöglicht.


«Wir leben nicht mehr im Heidiland!»
Das Gastreferat des Abends hielt Brigadier Marco Knechtle, Kommandant-Stv. der Territorialdivision 4. Der Milizoffizier, der hauptberuflich als Rektor am Gymnasium St. Antonius in Appenzell arbeitet, verschaffte den Anwesenden einen Überblick über die aktuellen Kriegsherde auf der Erde und die Bedrohungen für die Schweiz. Aus den zahlreichen Kampfhandlungen der heutigen Zeit gehen einige Gemeinsamkeiten hervor: Man agiert viel mehr aus der Distanz mit Drohnen und Langstreckenraketen, es werden gezielt kritische Infrastrukturen angegriffen und die hybride Kriegsführung mit Cyberangriffen und Sabotage bringt neue Angriffsflächen. «Wir leben nicht mehr im Heidiland!» bekräftigte Knechtle. Die Gefahr ist insbesondere beim Ukrainekrieg sehr nah. Aufgrund ihrer geografischen Lage im Zentrum Europas wird die Schweiz bei näheren Konflikten trotz Neutralität zwangsläufig dem Kriegsgeschehen ausgesetzt sein. Daher braucht es Investitionen in einsatzfähiges Material und eine flächendeckende Ausrüstung – heute könnte im Ernstfall gerade einmal ein Drittel der Armee vollständig ausgerüstet werden. Ausserdem gilt es, technologische Fortschritte zu nutzen und die internationale Zusammenarbeit mit gemeinsamen Trainings voranzutreiben.

3B-Imbiss und geselliger Austausch
Wie jedes Jahr offerierte der Verband zum Abschluss der Generalversammlung den 3B-Imbiss mit Bratwurst, Bürli und Bier. Die Mitglieder nutzten die Gelegenheit des offenen und informellen Austauschs untereinander aber auch mit den Vertretern aus Politik und Verwaltung.

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