Traditionsgemäss eröffnete der Gastgeber Matthias Peter den Abend. Nach über zwei Jahrzehnten als künstlerischer Leiter der Kellerbühne tritt er im Sommer 2026 altersbedingt zurück. In seiner kurzen Ansprache blickte er auf die vielen Jahre seines Wirkens zurück und warb für die letzten anstehenden Highlights im Kleintheater. Danach begrüsste der Präsident von Pro City St.Gallen, Ralph Bleuer, die rund 50 anwesenden Mitglieder und Sympathisanten sowie zahlreiche Gäste aus der Politik und Partnervereinen.
In seinem Jahresbericht unterstrich er die schwierigen Rahmenbedingungen für den städtischen Detailhandel im vergangenen Jahr aufgrund von verändertem Konsumverhalten, einem schwachen Euro und sinkender Innenstadtfrequenz. Immerhin blieb die Nachfrage nach Pro City Gutscheinen hoch. Im Jahr 2025 standen zahlreiche Aktivitäten zur Stärkung der Innenstadt, zur Imagepflege sowie zur Zusammenarbeit mit Stadt und Partnern im Fokus, so zum Beispiel die pick! Shopping Days. Der Aufwand scheint sich gelohnt zu haben, konnten im 2025 ganze 23 neue Mitglieder und zwei Sympathisanten gewonnen werden. Der Verband setzt sich auch in Zukunft für bessere Rahmenbedingungen und eine Stärkung der Innenstadt ein.
Yannik Brunner, Geschäftsführer von Pro City, präsentierte anschliessend die Jahresrechnung sowie das Budget, welches von den Mitgliedern gutgeheissen wurde. Danach blickte Projektleiterin Franziska Fäh auf eine erfolgreiche Durchführung des Stadtabenteuers 2025 mit 25 teilnehmenden Geschäften zurück. Aufgrund des Erfolgs wird es auch im 2026 durchgeführt. Den Gewinnern winken wiederum attraktive Preise.
Zum Schluss standen die Gesamterneuerungswahlen des Vorstandes auf dem Programm. Sämtliche Mitglieder, auch der Präsident Ralph Bleuer, stellten sich für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Sie wurden alle wiedergewählt.

DSC06229

DSC06255

DSC06289

DSC06274

DSC06346

DSC06217

DSC06215

DSC06212
Im anschliessenden Referat beleuchteten Carmen Fleisch-Otten und Heinrich Christen, die Präsidentin und der Vizepräsident der Stiftung Textilmuseum St.Gallen, die Sanierungs- und Erweiterungspläne des renommierten Museums. Das Gebäude war ursprünglich als Schule konzipiert worden. Die Raumaufteilung ist demzufolge nicht ideal für ein modernes Museum. Zudem erfüllt es aktuell die Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Barrierefreiheit und Konservierung der Sammlungsstücke nicht. Eine Unterkellerung soll einen grosszügigen Ausstellungssaal schaffen und die Absenkung auf Strassenniveau sorgt für einen ebenerdigen und offenen Zugang mit einladender Atmosphäre. Das Projekt kostet rund 47 Mio. Franken und wird zu gleichen Teilen aus öffentlichen und privaten Geldern finanziert. Der Umbau startet im Frühjahr 2027. Die Wiedereröffnung ist auf 2030 geplant.
Wie jedes Jahr offerierte die Vereinigung nach der Versammlung Bratwürste vom Grill, Desserthäppchen und Getränke in der Theater-Bar. In gemütlicher Runde unterhielten sich die Mitglieder und Gäste im Gewölbekeller und stärkten ihr Netzwerk im offenen Austausch.